Unsere Konzeption richtet sich an:

a)

  • die Eltern, die das Gefühl haben, momentan mit der Erziehung ihres Kindes zumindest teilweise überfordert zu sein und nach einer entsprechenden Hilfe suchen;
  • die Familien, bei denen eine befristete auswärtige Unterbringung als notwendig bzw. hilfreich erachtet wird, um "Luft" zu bekommen und einen Neuanfang zu beginnen (ohne das Gefühl zu haben, ihr Kind abgeschoben zu haben);
  • die Eltern und Kinder/Jugendlichen, die sich in der Anfangszeit gemeinsame Ziele erarbeiten wollen (vor dem Hintergrund der Rückführung);
  • die Eltern, die mit der Unterstützung des Teams vom "flientje" daran arbeiten wollen, ihr Kind wieder ganz aufzunehmen;
  • die Eltern, Kinder und Jugendlichen, die die Zeit im "flientje" als Übergangszeit für sich sehen und nutzen wollen;
  • die Eltern, die bereit sind, an den von ihnen selber benannten Problemen im System Familie zu arbeiten, um neue Wege zu gehen;
  • die Eltern, die dafür die pädagogische, beratende und therapeutische Unterstützung der Einrichtung für sich nutzen wollen;
  • die Kinder und Jugendlichen, die mit ihrer Ist-Situation unzufrieden sind und sich selbst mit ihrer Familie neue Wege erarbeiten wollen;
  • altdie Kinder und Jugendlichen, die mit der Zeit an den eigenen Schwierigkeiten und Problemen arbeiten wollen;
  • die Familien, die die Angebote im "flientje" aufbauend auf all den Dingen, die gut funktionieren, für sich als Lern-, Übungs- und Erfahrungsfeld nutzen wollen. Die Kinder und Jugendlichen, die die Anforderungen von Schule, des Lernens, der Erreichung eines Schulabschlusses schaffen wollen (sollen),

b)

  • die Eltern, Kinder und Jugendlichen, die nach einem Aufenthalt in einer Clearingsstelle oder einer Kinder- und Jugendpsychiatrie weiterführend daran arbeiten wollen, so wieder dauerhaft als Famliie zusammen zu leben, dass es allen Beteiligten damit gut geht;
  • die Eltern, Kinder und Jugendlichen, die für sich feststellen, dass bisherige Unterstützungsangebote noch nicht ausreichend sind und ihnen eine intensive, zeitlich befristete Unterstützung gut tut;

c)

  • im Einzelfall auch an die Familien, die für sich erarbeiten wollen, inwiefern eine Einbindung ihres Kindes ins Elternhaus zumindest teilweise möglich ist und/oder
  • nach Alternativen zum Elternhaus suchen, die alle Familienmitglieder mittragen.
  • im Einzelfall auch die Verselbständigung in eine eigene Wohnung mit der Unterstützung bzw. unter Zustimmung der Eltern.

d)

  • Selbstverständlich steht das Angebot "flientje" Pflegefamilien und Adoptivfamilien mit deren besonderen eigendynamischen Prozessen und Anforderungen ebenso zur Verfügung wie leiblichen Eltern.
  • Einen weiteren immer größer werdenden Anteil haben Trennung- und Scheidungsfamilien mit den z.T. neuen Lebenspartnern und den sich daraus ergebenden vielfältigen und mehrschichtigen Problemkonstellationen und Arbeitsaufträgen.
  • Für Familien mit psychischen Erkrankungen eines Elternteils haben wir einen eigenen Ansatz enwickelt.